Symbolbild zum Thema Straftaten und Strafrecht
Tätigkeitsschwerpunkte der Kanzlei für Strafrecht

Ratgeber für Beschuldigte: Erste Hilfe im Strafverfahren

„Strafverteidigung ist Kampf, Kampf um die Rechte des Beschuldigten.“ (Hans Dahs)

Akut betroffen?Vorladung, Durchsuchung oder Festnahme: Rufen Sie uns an, bevor Sie etwas sagen oder unterschreiben – 0234 93823777

Die fünf Grundregeln für den Ernstfall

Eine Vorladung im Briefkasten, die Polizei an der Haustür, ein Strafbefehl mit knapper Frist: Wer zum ersten Mal mit einem Strafverfahren zu tun hat, weiß selten, was jetzt richtig ist. Hier finden Sie verständliche Antworten auf die häufigsten Situationen – und die Regeln, die fast immer gelten. Diese Regeln gelten unabhängig davon, ob Sie als Beschuldigter, Betroffener oder Zeuge angeschrieben wurden.

  1. 1Nichts zur Sache sagen
    Äußern Sie sich erst, wenn Sie mit einem Verteidiger gesprochen haben. Schweigen ist Ihr gutes Recht.
  2. 2Erst die Akte, dann die Aussage
    Die umfassende Akteneinsicht hat in der Regel nur ein Verteidiger. Ohne Aktenkenntnis ist jede Stellungnahme ein Risiko.
  3. 3Fristen sofort notieren
    Beim Strafbefehl bleiben nur zwei Wochen für den Einspruch. Das Zustelldatum zählt.
  4. 4Nichts löschen, nichts verändern
    Nachrichten, Fotos und Unterlagen bleiben, wie sie sind. Alles andere wirkt belastend.
  5. 5Keinen Kontakt zu Geschädigten oder Zeugen
    Auch gut gemeinte Gespräche können als Einflussnahme gewertet werden.

Ratgeber nach Situation

Wählen Sie die Situation, die am ehesten auf Sie zutrifft. Jeder Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, worauf es jetzt ankommt.

Erste Schritte nach Anzeige oder Vorladung

Polizei und Ermittlungen

Strafbefehl, Gericht und Haft

Besondere Situationen

Straftaten im Überblick: Delikte und Strafrahmen

Welche Handlungen strafbar sind, regelt vor allem das Strafgesetzbuch, das die einzelnen Delikte nach Abschnitten ordnet. Daneben enthalten viele Nebengesetze eigene Strafvorschriften, etwa das Waffengesetz, das Betäubungsmittelgesetz oder das Straßenverkehrsgesetz. Grundlage ist der Satz „Keine Strafe ohne Gesetz“: Nur was vorher gesetzlich unter Strafe gestellt war, darf bestraft werden.

Schon im Ermittlungsverfahren fallen oft Vorentscheidungen für den weiteren Verlauf. Wer sich frühzeitig beraten lässt, kann Fehler vermeiden. In einem ersten Gespräch schätzen wir Ihre Lage ein und zeigen Ihnen die Möglichkeiten der Verteidigung auf.

Die folgende Übersicht greift einzelne Delikte des Strafgesetzbuchs heraus und fällt bewusst kurz aus. Sie ersetzt keine Rechtsberatung und keine Verteidigung im Einzelfall, soll aber für die wichtigsten Vorwürfe sensibilisieren.

Zu einzelnen Straftatbeständen finden Sie auf der Website unserer Kanzlei ausführliche Einzelseiten, ausgehend von der Seite Straftaten im Überblick.

Diebstahl (§ 242 StGB)

Diebstahl liegt vor, wenn jemand eine fremde Sache wegnimmt, um sie sich selbst oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Der Strafrahmen reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe, bei besonders schweren Fällen wie Einbruchdiebstahl sogar bis zu zehn Jahren. Gerade bei Ladendiebstahl oder Fahrraddiebstahl lässt sich das Verfahren häufig frühzeitig einstellen, wenn rechtzeitig ein Strafverteidiger eingeschaltet wird.

Körperverletzung (§ 223 StGB)

Bei einer Körperverletzung geht es um die körperliche Misshandlung oder gesundheitliche Schädigung einer anderen Person. Je nach Schwere drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Entscheidend für die Verteidigung ist oft die genaue Rekonstruktion des Tatgeschehens, etwa bei Notwehr oder gegenseitigen Auseinandersetzungen.

Gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB)

Wird eine Körperverletzung mit einer Waffe, einem gefährlichen Werkzeug oder gemeinschaftlich begangen, liegt eine gefährliche Körperverletzung vor. Der Strafrahmen reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Wegen der hohen Mindeststrafe ist eine frühzeitige, durchdachte Verteidigungsstrategie hier besonders wichtig.

Betäubungsmittel (BtMG)

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz reichen vom Besitz geringer Mengen bis zum Handel mit Drogen. Je nach Menge und Vorstrafen ist sowohl eine Verfahrenseinstellung als auch eine empfindliche Freiheitsstrafe möglich. Besonders für Beschuldigte ohne Vorstrafen lohnt sich eine schnelle anwaltliche Einschätzung, um die Weichen für das Verfahren richtig zu stellen.

Betrug (§ 263 StGB)

Betrug liegt vor, wenn jemand durch Täuschung bei einem anderen einen Irrtum erregt und ihn dadurch zu einer vermögensschädigenden Handlung veranlasst. Der Strafrahmen reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe, in besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren. Häufige Fallgestaltungen sind Online-Betrug, Warenbetrug oder Betrug im Geschäftsverkehr.

Raub (§ 249 StGB)

Raub liegt vor, wenn mit Gewalt oder unter Androhung einer Gefahr für Leib oder Leben eine fremde Sache weggenommen wird. Schon der einfache Raub wird mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr bestraft. Wegen der hohen Mindeststrafe ist hier eine konsequente Verteidigung von Anfang an entscheidend.

Sexualstraftaten

Der Vorwurf einer Sexualstraftat wiegt besonders schwer und zieht neben dem Strafverfahren oft erhebliche persönliche und berufliche Folgen nach sich. Die Spannbreite reicht von sexueller Belästigung bis zu schweren Delikten mit entsprechend hohen Strafrahmen. Gerade hier ist eine frühzeitige, erfahrene Verteidigung unerlässlich, um die Beweislage sorgfältig zu prüfen.

Bedrohung (§ 241 StGB)

Wer einem anderen mit der Begehung eines Verbrechens droht, macht sich wegen Bedrohung strafbar. Der Strafrahmen reicht bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Häufig entstehen solche Vorwürfe im Rahmen von Streitigkeiten im privaten oder familiären Umfeld.

Weitere Delikte, in denen wir verteidigen

BeleidigungBrandstiftungErpressungErschleichen von LeistungenFalsche VerdächtigungFreiheitsberaubungHehlereiJugendstrafrechtLandfriedensbruchMordTotschlagNötigungNebenklageRäuberische ErpressungRechtsmittel in StrafsachenSachbeschädigungTätlicher Angriff auf VollstreckungsbeamteUnterschlagungUntreueUrkundenfälschungWiderstand gegen VollstreckungsbeamteWirtschaftsstrafrecht

Fragen zum Strafverfahren: Kontakt zur Kanzlei

Ob Vorladung, Anzeige, Durchsuchung oder ein bereits laufendes Ermittlungsverfahren – in jeder Phase eines Strafverfahrens zählt jeder Tag. Je früher Sie sich an einen erfahrenen Strafverteidiger wenden, desto mehr Handlungsspielraum bleibt, um gemeinsam die für Sie beste Strategie zu entwickeln.

VertraulichAlles, was Sie uns mitteilen, unterliegt der anwaltlichen Verschwiegenheit.
Schnelle RückmeldungWir melden uns in der Regel noch am selben Tag bei Ihnen zurück.
Bochum und bundesweitKanzleisitz in Bochum, Verteidigung im gesamten Ruhrgebiet und bundesweit.

Als Kanzlei für Strafrecht in Bochum vertreten wir Beschuldigte, Angeklagte und Betroffene in allen Bereichen des Strafrechts – von Diebstahl, Körperverletzung und Betrug über Betäubungsmittel- und Verkehrsdelikte bis hin zu Sexualstraftaten und Wirtschaftsstrafrecht. Wir begleiten Sie von der ersten Vorladung über das Ermittlungsverfahren bis zur Hauptverhandlung und, falls nötig, durch die Rechtsmittelinstanzen.

In einem ersten vertraulichen Gespräch verschaffen wir uns ein genaues Bild Ihrer Situation, erläutern Ihre Rechte – etwa das Schweigerecht gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft – und zeigen Ihnen realistische Handlungsoptionen auf. Alle Informationen, die Sie uns mitteilen, unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht.

Unser Kanzleisitz ist in Bochum, wir sind jedoch im gesamten Ruhrgebiet und bundesweit für unsere Mandanten tätig. Schildern Sie uns Ihr Anliegen per Telefon, E-Mail oder über unser Kontaktformular – wir melden uns in der Regel noch am selben Tag bei Ihnen zurück.