Sie sind nicht verpflichtet, sich zu den Vorwürfen zu äußern oder Angaben zur Herkunft, Menge oder Verwendung zu machen. Machen Sie von diesem Recht Gebrauch, bis Sie mit einem Anwalt gesprochen haben, auch wenn die Situation vor Ort Druck erzeugt.
Bei Gefahr im Verzug dürfen Polizeibeamte auch ohne richterlichen Beschluss durchsuchen. Leisten Sie keinen Widerstand, unterschreiben Sie aber auch keine Einverständniserklärung zu weiteren Maßnahmen, ohne vorher einen Anwalt konsultiert zu haben.
Bei geringen Mengen zum Eigenverbrauch kann das Verfahren unter bestimmten Voraussetzungen eingestellt werden. Ob dies im Einzelfall infrage kommt, hängt von der Substanz, der Menge und den konkreten Umständen ab. Ein Anwalt kann das bereits früh im Verfahren realistisch einschätzen.
Wird eine Substanz im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr festgestellt, drohen zusätzlich verwaltungsrechtliche Konsequenzen bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis, unabhängig vom Ausgang des eigentlichen Strafverfahrens. Auch hier lohnt sich frühzeitige anwaltliche Beratung.
Wer bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, hat bei geringeren Verstößen häufig gute Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens oder eine milde Reaktion der Behörden. Diese Chance sollte durch eine frühzeitige, gut vorbereitete Verteidigung genutzt werden, statt sie durch vorschnelle eigene Angaben zu verspielen.
Das Betäubungsmittelgesetz unterscheidet deutlich zwischen dem bloßen Besitz zum Eigenkonsum und dem Handeltreiben. Bereits die Frage, ob abgepackte Mengen, eine Feinwaage oder Kommunikation über Verkäufe vorliegen, kann über die rechtliche Bewertung entscheiden. Auch der Wirkstoffgehalt und die Nähe zur Grenze der sogenannten nicht geringen Menge spielen eine zentrale Rolle für die Höhe einer möglichen Strafe.
Seit der Cannabis-Teillegalisierung gelten für Cannabis eigene, oft großzügigere Grenzwerte und Regeln als für andere Substanzen nach dem Betäubungsmittelgesetz. Dennoch bleibt etwa der Besitz größerer Mengen oder der Konsum in bestimmten Bereichen weiterhin strafbar. Gerade wegen dieser Übergangsregelungen lohnt sich eine individuelle rechtliche Einschätzung.
Ein rechtskräftiger Strafbefehl oder eine Verurteilung kann sich je nach Höhe der Strafe im Führungszeugnis niederschlagen und damit Auswirkungen auf bestimmte Berufe oder Bewerbungen haben. Eine frühzeitige, gut geführte Verteidigung zielt daher nicht nur auf das Strafmaß, sondern auch darauf, solche Folgeschäden möglichst zu vermeiden.
Wird bei einer Verkehrskontrolle der Verdacht auf Drogenkonsum geäußert, kann ein freiwilliger Drogentest oder eine Blutentnahme verlangt werden. Ein solcher Test ist nicht ohne Weiteres verpflichtend, und die konkreten Folgen einer Weigerung sollten im Zweifel lieber mit einem Anwalt als direkt vor Ort geklärt werden.
Unsere Anwälte für Strafrecht beraten Sie bei einem Vorwurf nach dem Betäubungsmittelgesetz im gesamten Ruhrgebiet, von der ersten Einschätzung direkt nach der Kontrolle bis zur Begleitung durch das gesamte Verfahren.
Unsere Anwälte für Strafrecht beraten Sie vertraulich und persönlich in Bochum und im gesamten Ruhrgebiet. Rufen Sie uns an, bevor Sie sich äußern oder etwas unterschreiben.
Mehr zu unserer Arbeit: Strafverteidiger in Bochum · Ratgeber-Übersicht und Straftaten. Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Beratung im Einzelfall.
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